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Die folgenden Einsatzunterlagen wurden für die Agenten James Adams, Kyle Blueman, Kerry Chang und Nicole Eddison ausgearbeitet. Es ist nicht erlaubt, davon Kopien oder Notizen anzufertigen, sowie die Unterlagen aus Raum 812 zu entfernen.

Kinder im Drogengeschäft

Heutzutage werden Kinder auf der ganzen Welt von Drogendealern für den Verkauf, Schmuggel sowie die Auslieferung von Drogen eingesetzt. Dafür gibt es mehrere Gründe:

  1. Im Gegensatz zu Erwachsenen werden Kinder in der Drogenbranche von der Justiz als Opfer statt Kriminelle betrachtet. Werden Kinder in den Meisten Ländern für Drogenvergehen milde bestraft, kann ein Erwachsener, der mit einer größeren Menge Heroin oder Kokain erwischt wird, mit einer Haftstrafe von 5-10 Jahren rechnen.
  2. Kinder haben einen einfachen Zugang zu Schulen und damit zu jungen Leuten. Sie können kostenlose Gratisproben an Freund verteilen und somit bereits im frühen Alter zahlreiche Kunden erwerben. Ein Kind, das mit 12 Jahren anfängt, im Drogenhandel aktiv zu werden, kann bis zu seinem achtzehnten Lebensjahr hunderte von Kunden ansammeln.
  3. Da Kinder weniger Einnahmequellen und viel Freizeit vorweisen können, sind Kinder leicht als Drogenkuriere anzuwerben. Sie verlangen nicht viel Geld oder tun es kostenlos, da sie den Job für cool halten.

Was ist Kokain

Bei Kokain handelt es sich um eine illegale, aus Blättern der sogenannten Kokapflanze (nicht Kakaopflanze) hergestellte Droge. Sie wächst in den Höhenregionen Südamerikas. Die Blätter werden dazu zu feinem weißen Pulver kristallisiert . Bis es beim Endverbraucher angelangt, wird es meist noch mit billigeren Substanzen wie Milchzucker oder Borax gestreckt oder mit anderen Drogen wie Metamphetamin gemischt. Kokain kann durch die Nase schnupfend genutzt, gespritzt oder nachdem es mit anderen Chemikalien zu Crack vermischt wird, geraucht werden. Konsumiert man Kokain, verfällt man für 10-30 Minuten in einen Zustand der Zuversicht, des Wohlbefindens und der Gefühllosigkeit. Die früher von Ärzten und Chirurgen als Betäubungsmittel genutzte Droge macht den Konsumenten anders als Heroin oder Zigaretten zunächst nicht körperlich abhängig. Während ein Heroinsüchtiger seine Droge regelmäßig benötigt, können Kokainkonsumenten mehrere Tage ohne das Kokain auskommen. Das Konsumieren von Kokain birgt viele gesundheitliche Risiken: Herzinfarkt, Leberversagen, Gehirnschläge, Schädigung der Nasen- und Mundschleimhäute.

Kokain in Großbritannien

Kokain hatte früher den Status des Champagners der Drogenwelt, ein Luxus, den sich nur Reiche haben leisten können. Ein mäßiger Konsument, der für einen Abend einen Gramm Kokain benötigt, hätte 1984 200-250 britische Pfund zahlen müssen. Heutzutage (Stand: 2004) ist ein Gramm Kokain weniger als 50 Pfund wert und kann je nach Qualität auf 25 Pfund herabsinken. Um die illegale Droge an der Wurzel zu bekämpfen, bezahlt die Regierung der Vereinigten Staaten Südamerika, damit diese die Kokaplantagen im Hochland aufspüren und vernichten. Nichtsdestotrotz glaubt man nicht, dass diese Vorgehensweise ausreichende Ergebnisse liefert, sinken die Preise für Kokain doch immer weiter, was auf einen genügenden Nachschub der Droge schließen lässt. Das Kokain kommt über die Karibik nach Großbritannien. Britische Gefängnisse beherbergen heutzutage tausende von Schmugglern. Da sich immer wieder Leute finden lassen, die bereit sind, für weniger als tausend Pfund als Kuriere tätig zu werden, lässt sich der Drogenhandel auch durch das Verhängen harter Strafen kaum einschränken. Um den Kokainhandel erfolgreich einschränken zu können, muss die Polizei weiter ausholen. Statt zu versuchen, jeden einzelnen Schmuggler im Land zu fassen, muss man sich auf diejenigen fokussieren, die die Drogengangs kontrollieren und diese zu Fall bringen. Etwa 1/3 des Kokains Großbritanniens wird durch eine Organisation namens "Keith-Moore-Gang" nach Großbritannien geschmuggelt.

Keith Moore und die KMG: Biografie

1964 Keith Moore wird in Thornton bei Luton (bis 1997 Teil der Grafschaft Bedfordshire) geboren.
1977 Keith wird von der Schule verwiesen, nachdem man diesen in der Bibliothek der Schule beim Verkauf von Haschisch erwischt und verhaftet. Er gilt als notorischer Schulschwänzer und wird verdächtigt, viele Autodiebstahle und Einbrüche begangen zu haben.
1978 Keith beginnt, im J.-T.-Martin-Jugendzentrum als Boxer zu trainieren. Bei dem Eigentümer J.T.Martin handelt es sich um einen ehemaligen Boxer und bewaffneten Räuber, der seit den 60ern bis zum Jahre 1985 die Unterwelt von Bedfordshire beherrscht. Seinen Boxclub nutzt dieser, um junge Kriminelle zu rekrutieren.
1980 Keith wird von J.T.Martin auf Überwachungskameras der Polizei identifiziert. Als schmaler 16-Jähriger wirkt Keith neben den Boxern und Rausschmeißern von Martin deplatziert.
1981 Nachdem Martins Chauffeur aufgrund von Geschwindigkeitsüberschreitungen einen Fahrverbot erhält, wird Keith zum neuen Chauffeur Martins ernannt. Dadurch erhält Keith Moore Einblicke in verschiedenste Aspekte des Drogengeschäfts.
1983 Nach 11 Amateurkämpfen hängt Keith Moore sein Boxkarriere an den Nagel. Er kann lediglich zwei Unentschieden und einen Sieg vorweisen. Mit 18/19 Jahren heiratet er Julie Robertson, die er bereits aus seiner Grundschuldzeit kennt.
1985 J.T.Martin und einige seiner Komplizen werden von der Polizei beim Verkauf von Drogen erwischt und festgenommen. Der seit 4 Jahren als Chauffeur arbeitende Keith wird von Martins Gang für einen Mitläufer gehalten.
1986 Nachdem Martin im Gefängnis inhaftiert wird, bricht ein Machtkampf unter den früheren Angestellten Martins aus. Statt sich an den Auseinandersetzungen zu beteiligen, hält sich Keith aus der ganzen Fehde fern. Er kümmert sich um Martins Kokaingeschäft weiter, der den kleinsten Teil von Martins Imperium bildet und aus diesem Grund die anderen Angestellten nicht interessiert. Das meiste Geld floss aus dem Heroin- und Haschischhandel sowie aus diversen Nachtclubs, Bars, Kasinos und dutzend kleineren Geschäften wie Wäschereien und Friseursalons in Martins Tasche.
1987 Der Preis von Kokain fällt weiter, während das Angebot steigt. Ziemlich schnell erkennt Keith, dass der Kokainhandel explodieren wird. Während sich die anderen um die Teilhabe an den Heroin- und Nachtclubgeschäften streiten, macht sich Keith nach Südamerika auf, um mit Mitgliedern des einflussreichen peruanischen Drogenkartells namens Lambayeke einen Vertrag zu schließen. Mit dem Kartell vereinbart er, diesen regelmäßig große Lieferungen von Kokain zu einem günstigen Preis abzunehmen, um diese anschließend in Großbritannien zu verkaufen. Für den Verkauf benutzt er Mobiltelefone und Pager: Reiche Kunden wählen eine Nummer und innerhalb einer Stunde bekommen sie das Kokain geliefert.
1988 Keith Moore verdient bereits mit 23 Jahren zehntausend Pfund die Woche und übernimmt J.T.Martins kriminelles Imperium. Keith versucht je nach Möglichkeit Gewalt zu vermeiden. Neidische Kompagnons werden manipuliert und gegeneinander ausgespielt. Funktioniert das nicht, werden diese bestochen, indem man diesen Teile des Geschäfts überlässt, die für Keith keinen übergroßen Wert haben. Keiths Ziel ist es, seinen Kokainhandel zum größten des Landes zu machen. Das einzige andere, an dem er abgesehen vom Kokainhandel festhält, ist das Jugendzentrum sowie der Boxclub in Thornton, der Gegend, in der er aufgewachsen ist.
1989 Keith Moores erster Sohn Ringo (heute 15, Stand August 2004) wird geboren.
1990 Innerhalb von drei Jahren haben sich Moores Geschäfte verdreifacht, seine Lieferungen reichen bis nach London und Hertfortshire. Keith verkauft außerdem große Mengen an Kokain an Dealer in ganz Großbritannien sowie auf dem europäischen Festland.
1992 Die Zwillinge Keith Moore jr. und April Moore werden geboren. (Hinweis: Da die Akten behaupten, Keith sei 12 Jahre alt und Keith jr. auch bestätigt, dass er bereits 12 ist und im November Geburtstag feiert, muss seine Geburt bereits 1991 stattgefunden haben. Da April seine Zwillingsschwester ist, gilt selbiges für sie.)
1993 Erin, das jüngste Kind, wird geboren (heute 11, Stand August 2004).
1998 Normalerweise ist der Handel mit Drogen ein kurzlebiges Geschäft. Hat man Erfolg, erregt man die Aufmerksamkeit der Polizei und des Zoll und endet hinter Gittern. Bei Keith Moore ist das jedoch nicht der Fall. Da etliche Ermittlungen keinerlei Beweismaterial liefern, versucht die Polizei, Undercoveragenten in Moores internen Kreis einzuschleusen. Obwohl Dutzende kooperationsbereite Leute vom KMG verhaftet werden, gelingt es der Polizei nicht, genügend Beweise zu liefern, um Moore dingfest zu machen. Bisher konnten Moores teures Rechtsberatungssystem sowie loyale Mitarbeiter die Verhaftung Keiths verhindern.
2000 Keith Moore wird wegen Steuerhinterziehung verhaftet. Er bekennt sich in einem geringfügigen Anklagepunkt für schuldig und zahlt 25.000 Pfund. Ein harmloser betrag, wenn man sich Moores Privatvermögen vor Augen führt, das auf 25 Millionen Pfund geschätzt wird.
2001 Nach 18 Jahren Ehe trennen sich Julie und Keith Moore. Keith behält das Haus sowie das Sorgerecht für die Kinder. Julie Moore zieht in ein Haus gegenüber ein. Die beiden pflegen auch nach der Scheidung ein freundschaftliches Verhältnis.
2003 Die Operation "Snort" wird von der Polizei gestartet. Ziel ist es, mit der größten Sondereinheit von Drogenbeamten, die es in GB je gegeben hat, den Kokainhandel im Land zu stoppen. Inoffiziell wird das Ziel verfolgt, Keith Moore hinter schwedische Gardinen zu bringen und den KMG-Ring zu zerschlagen. Die Operation endet im Chaos und wird wirkungslos, als im Land zahlreiche Korruptionsfälle innerhalb der Polizei aufgedeckt werden. 40 Beamte werden schuldig gesprochen, Bestechungsgelder von der Keith-Moore-Gang angenommen zu haben, darunter acht, die an der Operation "Snort" mitgewirkt haben.
Heute (2004) Keith Moore lebt mit seinen vier Kindern in einem großen Einfamilienhaus, das zwanzig Fahrminuten von Thornton entfernt ist, das Viertel, in dem dieser aufgewachsen ist. Seine Kinder besuchen die örtliche Gesamtschule. Obwohl sein Privatvermögen auf bis zu 50 Millionen Pfund geschätzt wird, geht dieser für sein Verhältnis recht sparsam damit um. Die einzige Extravaganz die sich Keith leistet, ist seine Sammlung von Sportwagen der Marke Porsche und ein Strandhaus in Miama, Florida.

Einsatzanforderungen

Die Regierung hat Anfang 2004 den britischen Geheimdienst um Hilfe gebeten. Der Geheimdienst soll einen Weg finden, den KMG-Ring in den obersten Reihen zu infiltrieren. Da es ziemlich wahrscheinlich ist, dass ein Agent des MI5 als solcher von der KMG enttarnt wird, wurde als letzter Ausweg CHERUB vorgeschlagen. Da Moore eine enge Verbindung zu seinen vier Kindern hat, könnten sich die jungen Agenten mit diesen anfreunden und so an wertvolle Informationen rankommen. Die vier Agenten werden jeweils einem der vier Moore-Kindern zugeteilt. Die Zuteilung sieht folgendermaßen aus:

  • James Adams - Keith Moore jr.
  • Kyle Blueman - Ringo Moore
  • Kerry Chang - Erin Moore
  • Nicole Eddison - April Moore

Gelingt es den Agenten erfolgreich, Freunde der Zielpersonen zu werden, könnten sie sich gemeinsam außerhalb der Schule treffen und Zugang zu Keith Moores Haus erhalten, in dem sie heimlich nach Infos suchen könnten. Damit die Agenten sich schnellstmöglich anfreunden können, werden die Agenten in dieselbe Klasse eingeteilt, in der ihre jeweilige Zielperson sitzt. Da viele Kinder in Thornton als Drogenkuriere für den KMG-Ring arbeiten, sollten die Agenten zudem versuchen, diese Kinder ausfindig zu machen oder selbst Drogengeschäfte zu übernehmen. Es gibt Gerüchte, dass Kinder, die den Boxclub besuchen und sich als zuverlässige Kuriere erweisen, schnell aufsteigen und damit Verantwortung für größere Mengen an Drogen bekommen können. Schafft es ein Agent, sich mit diesen Kindern anzufreunden, könnten diese womöglich Informationen liefern, die für die Polizei von Nutzen sein könnte.

Bitte Berücksichtigen: Der Einsatz wurde dem Ethikkomitee von CHERUB zur Abstimmung vorgelegt und am 13. August 2004 bei einem Verhältnis von 2:1 genehmigt. Diese Genehmigung gilt jedoch nur unter der Voraussetzung, dass von den Agenten folgendes zur Kenntnis genommen wurde:

Der Einsatz wird als ÄUSSERST RISKANT eingestuft. Die Agenten werden an ihr Recht erinnert, Missionen ablehnen oder sich jederzeit von der Mission zurückziehen zu können. Sie könnten während des Einsatzes mit körperlicher Gewalt sowie Drogenmissbrauch konfrontiert werden. Entscheidet sich ein Agent, freiwillig Kokain oder eine andere harte Droge zu konsumieren, hat das den sofortigen Ausschluss von CHERUB zur Folge.

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